Bücher zum Thema graue Vorzeit

Ich beginne mit zwei Kategorien. Da erste Kategorie beinhaltet wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Publikationen, d.h. Bücher, die sich mit Fundstätten und neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu den Themen Vorgeschichte, Antike oder Mittelalter beschäftigen.

Sardinen

Bücher zum Thema Vorzeit


Die zweite Kategorie umfassen Romane, deren Handlung in `grauer Vorzeit´ spielt, z.B. Bestseller wie `Die Wanderhure´. Zwar existieren aus dieser konkreten Zeit, also dem Mittelalter, schriftliche Aufzeichnungen, aber über das Alltagsleben der Menschen ist recht wenig bekannt, und über das, was sie fühlten und dachten noch weniger.
Es ist für Autoren eine interessante Aufgabe, das Leben und die Geschichte unserer Vorfahren lebendig werden zu lassen. Dabei spielt es keine große Rolle, dass so manche Passagen nicht durch wissenschaftlichen Erkenntnisse gedeckt sind. Aus meiner Sicht ist es das Wichtigste, dass breite Bevölkerungsschichten ein Gefühl für Geschichte und das Leben unserer Vorfahren bekommen.

Die Eindeckungen der Höhle Chauvet-Pont d´Arc

(Éliette Brunel, Jean-Marie Chauvet, Christian Hillaire unter Mitarbeit von Carol Deschamps-Etienne)
Mehr ein Heft als ein Buch, aber absolut lesenswert. Es schildert die Gedanken und Gefühle der Höhlenforscher, die diese einmalige Höhle am 18. Dezember 1994 entdeckten.
Zahlreiche Abbildungen in der Publikation zeigen die wichtigsten Felsmalereien. Die Kunstwerke sind in zwei Epochen enstanden. Die ältesten Arbeiten entstanden vor 37.000 bis 33.500 Jahre, die jüngsten vor 31.000 bis 28.000 Jahren. Das Buch/Heft ist meines Wissens nur im Shop des Besucherzentrums unweit der Höhle erhältlich.

Sie bauten die ersten Tempel. Das rätselhafte Heiligtum der Steinzeitjäger

(Prof. Dr. Klaus Schmidt)
Der Prähistoriker und Autor des Buches Prof. Dr. Klaus Schmid ist der erste Mensch, der die Bedeutung von Göbekli Tepe erkannt hat. Göbekli Tepe ist ein 12.000 Jahre altes Heiligtum aus massiven und bis zu 50 Tonnen schweren Stelen (Pfeilern), die mit zahlreichen Tierreliefs verziert sind. Die Stelen wurden von Menschen, die noch Jäger und Sammler waren, zu kreisförmigen Anlagen gruppiert und nach 2.000 Jahren der Nutzung zugeschüttet. Nur aus dem Grund sind sie fast unversehrt erhalten. Die Reliefs stellen Leoparden, Stiere, Eber, Kraniche, Füchse, Schlangen, Skorpione u.v.m. dar. Der Archäologe und Ausgräber Prof. Dr. Klaus Schmidt hat als erste die Bedeutung der Fundstelle, die nichts anderes als als ein Hügel in der Landschaft war, erkannt und bis zu seinem Tode im Jahr 2014 die Ausgrabungen geleitet.



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